© Eduard-Mörike-Gymnasium Neuenstadt a. K.
Sozialprojekt „Besuchen - Betreuen - Begleiten“ im Dr. Carl-Möricke- Altenstift in Neuenstadt Ein   schöner   Eingang   mit   Blumen,   von   der   Cafeteria   aus   kann   man   in   den   Park   schauen. Am   Aquarium   sitzen   ein   paar   ältere   Herrschaften   und   unterhalten   sich   oder   lesen   in einer    Zeitung.    So    zeigt    sich    das    Dr.    Carl-Möricke-Stift    in    Neuenstadt,    wenn    man hereinspaziert.   Zwischen   den   älteren   Menschen   und   den   engagierten   Mitarbeitern   sieht man    auch    neun    Schülerinnen    unserer    Schule,    welche    mit    den    Bewohnern    spielen, singen, reden oder ihnen einfach nur zuhören.  Ich   bin   eine   von   Ihnen,   14   Jahre   alt,   und   gehe   regelmäßig   freitagmittags   aufgrund unseres    Sozialprojektes    „Besuchen-Betreuen-Begleiten“    ins    Neuenstädter    Dr.    Carl- Möricke-Altenstift.                Wir   sind   immer   zur   Kaffeezeit   dort,   und   unterstützen   die   Bewohner   beim   Essen.   Danach gehen   wir   -je   nach   Wetter-   draußen   spazieren,   lesen   Geschichten,   singen   gemeinsam, spielen   Ball   oder   Mensch-ärger-dich-nicht   oder   unterhalten   uns   einfach.   Natürlich   sind wir   nie   ganz   auf   uns   alleine   gestellt.   Uns   steht   eine Angestellte   mit   Rat   und Tat   zur   Seite. Denn   der   richtige   Umgang   mit   den   Bewohnern   ist   nicht   immer   ganz   einfach,   aber   wir werden   immer   wieder   aufs   Neue   überrascht.   Uns   erklärte   beispielsweise   eine   Dame   im Rollstuhl   auf   Englisch,   wie   sehr   sie   uns   mag!   Daraufhin   unterhielten   wir   uns   auf   Englisch mit   Ihr.   Und   sie   hat   alles   verstanden!   Viele   der   Bewohner   selbst   sind   ebenfalls   sehr engagiert   und   fleißig.   Wir   fragten   einmal   eine   Dame,   ob   sie   Lust   hat,   mit   uns   spazieren zu   gehen.   Doch   sie   hatte   keine   Zeit,   da   sie   mit   ihren   selbstgehäkelten   Topflappen   für Weihnachten   beschäftigt   war,   welche   sie   ihrer   Familie   und   den   Mitarbeitern   schenken wollte.   Kein   Tag   im   Seniorenheim   gleicht   dem   vorherigen   und   jedes   Mal,   wenn   wir   dort sind,   lernen   wir   etwas   Neues.   Und   es   bereitet   uns   eine   große   Freude,   wenn   man   sieht, wie   dankbar   die   Menschen   für   diese   Abwechslung   sind   und   wie   sehr   sie   sich   freuen, dass   wir   da   sind!   Früher   kannten   wir   das   Seniorenheim   überhaupt   nicht.   Wir   wussten, dass   es   existiert,   aber   mehr   nicht.   Und   das,   obwohl   es   zentral   in   Neuenstadt   liegt.   Das Seniorenheim   ist   eine   eigene   kleine   Welt   für   sich   und   es   ist   sehr   interessant,   diese   Welt kennen zu lernen. Das   Ziel   dieses   Projektes   ist   es,   den   Menschen Abwechslung   in   ihren Alltag   zu   bringen, ihnen   einen   schönen   Lebensabend   zu   bieten   und   uns   Jungen   die   Augen   für   ältere   und hilfsbedürftige   Menschen   zu   öffnen.   Wir   wollen   diese   Menschen   besser   kennenlernen. Doch   diese Aktion   lebt   vom   Willen   und   der   Bereitschaft   unserer   Schüler,   deshalb   suchen wir   weiterhin   interessierte   Schüler   und   Schülerinnen.   Bei   Interesse   kommt   einfach   zu unserem   nächsten   Treffen,   oder   meldet   euch   bei   Frau   Eichhorn   oder   Herr   Spät.   An dieser   Stelle   möchte   ich   mich   im   Namen   aller   Teilnehmer   bei   unseren   beiden   Lehrern     bedanken, dass sie uns dieses Projekt ermöglicht haben. (Jeanine   Rühle,   ehemalige   Schülerin   -   Artikel   für   die   Schulzeitung   „Turmhahn“,   Nr.27,   November   2012, S.12f.) Hier geht‘s zu ein paar Eindrücken in Bildern.
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