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Schullandheim 2016 - Schloss Rechenberg - Klasse 6a Tag 2: Rothenburg Kriminalmuseum Schluchtüberquerung Am   zweiten   Tag   im   Schullandheim,   am   Montag   den   11.07.2016,   trafen   wir   uns   um   8   Uhr im   Speisesaal   zum   Frühstück.   Danach   hatten   wir   bis   9:20   Uhr   Zeit   unsere   Sachen   zu packen   und   uns   zu   richten.   Um   9:30   Uhr   fuhren   wir   mit   dem   Bus   eine   Stunde   lang   nach Rothenburg.   Von   dort   aus   liefen   wir   ca.   5-10   Minuten   zum   Kriminalmuseum. Als   wir   dort ankamen   kauften   sich   viele   Schüler   eine   Postkarte.   Um   ca.   11   Uhr   begann   unsere Führung, aus der wir viel über die Kriminalität des Mittelalters lernten. Als   erstes   sind   wir   in   die   Folterkammer   gegangen.   Man   wurde   früher   gefoltert,   damit   ein Geständnis   abgelegt   wird.   Jedoch   war   dies   nicht   immer   die   Wahrheit,   da   unter   den Schmerzen    alles    gestanden    wurde,    obwohl    man    es    gar    nicht    getan    hatte.    Im    16. Jahrhundert   war   es   gesetzlich   erlaubt   zu   foltern,   aber   man   durfte   keine   Blinden,   Tauben, Laufbehinderte, Schwangere und Kinder foltern. Es   gab   verschiedene   Schwierigkeitsgrade   des   Folterns.   Als   erstes   wurde   man   an   eine Leiter   gehängt,   und   der   Richter   kurbelte,   so   dass   die   Arme   brachen   oder   die   Sehnen überdehnt   waren.   Dann   gab   es   noch   den   Stuhl,   auf   dem   Nägel   angebracht   waren.   Man wurde darauf gefesselt. Wenn   man   nach   sechs   Folterungen   immer   noch   kein   Geständnis   abgelegt   hatte   bzw. noch   am   Leben   war,   wurde   man   in   einen   Hexenstuhl   gesetzt.   Damals   glaubte   man   an Hexen. Dann   gab   es   noch   die   Eiserne   Jungfrau.   Dieses   Gerät   wurde   für   die   Hinrichtung   von Menschen   benutzt.   Es   handelt   sich   um   einen   hölzernen   oder   metallenen   Hohlkörper, meist   in   Frauengestalt,   der   mit   nach   innen   stehenden   Nägeln   oder   Dornen   beschlagen war.   Wenn   man   hinein   stehen   musste   und   sie   zu   gemacht   wurde   stachen   die   Nägel   und Dornen   in   die   Person   und   sie   war   tot.   Heutzutage   weiß   man   aber,   dass   die   Dornen   eine erfundene   Legende   gewesen   sind.   Die   Frauen   wurden   in   die   Eiserne   Jungfrau   gesperrt, wenn   sie   sich   unzüchtig   verhalten   hatten   z.B.   wenn   unverheitatete   Frauen   Händchen   mit einem Mann in der Öffentlichkeit hielten. Nachdem   wir   in   der   Folterkammer   waren,   sind   wir   in   die   zweite   Etage   gegangen.   Dort waren   Pranger   ausgestellt.   Damals   konnten   Leute   nicht   lesen   und   schreiben,   deshalb haben sie alles symbolisch dargestellt. Das    bedeutet,    wenn    jemand    eine    schlimme   Tat    begonnen    hat,    wurde    man    an    den Pranger   gestellt,   bekam   eine   Schandmaske,   eine   Halsgeige   oder   eine   Doppelhalsgeige angelegt.   Eine   Doppelhalsgeige   musste   man   tragen,   wenn   man   bei   einer   Ehe   Schluss machen     wollte.     Der     Mann     und     die     Frau     wurden     dann     gemeinsam     an     einer Doppelhalsgeige   befestigt   und   an   den   Pranger   gestellt,   solange   bis   sie   sich   wieder vertrugen.   Wenn   man   am   Pranger   stand,   durften   Leute   aus   dem   Dorf   die   Person   mit faulen   Eiern   oder   Gemüse   bewerfen   und   über   sie   spotten.   Mit   Steinen   aber   durfte   man sie nicht bewerfen, denn dies war eine Todesstrafe, und gesetzlich verboten. Wir   sind   weiter   in   die   dritte   Etage   gegangen.   Dort   wurde   uns   erklärt,   dass   wenn   ein Bäcker    sein    Brot    zu    schwer    oder    zu    leicht    backte    wurde    er    in    eine    sogenannte Bäckertaufe    gesperrt.    Damals    wurden    Bäcker    in    diesem    hölzernen    Käfig    an    dem kranartigen    Gestell    unter    Wasser    oder    in    Gülle    getaucht.    Die    Führung    war    sehr spannend. Danach   durften   wir   uns   im   Museum   umschauen   und   Fotos   machen.   Als   wir   aus   dem Museum rausgingen, spendierte Frau Kaufmann jedem von uns eine Kugel Eis. Dann   bekamen   wir   ein   Stadtspiel,   das   wir   je   nach   Belieben   ausfüllen   durften.   In   der Stadt   kauften   ein   paar   von   uns   kleine   Geschenke   für   ihre   Familie.   Gegen   16   Uhr   liefen wir zum Bus und hatten eine spannende Rückfahrt, denn es regnete in Strömen. Wir   hatten   frei,   bis   wir   uns   um   17:45   Uhr   zum   gemeinsamen   Abendessen   trafen.   An diesem   Abend    gab    es    Köthbullar.    Satt    gegessen    trafen    wir    uns    um    19:00    Uhr    am Vorplatz      des      Schlosses,      um      das      nächste      Programm      zu      machen:      Die Schluchtüberquerung.   Als erstes wies uns Jochen über den Ablauf der Schluchtüberquerung ein. Wir   wurden   in   drei   Gruppen   eingeteilt.   Jede   einzelne   Gruppe   musste   später   beim Aufbau verschiedene   Aufgaben   machen.   Jeweils   eine   Gruppe   bekam   ein   Ei,   welches   sie   mit Naturmaterialien   schützen   mussten,   sodass   es   aus   9   Metern   Höhe   beim   Fall   nicht   kaputt ging. In flotten sechzehn Minuten hatten wir die "Seilbrücke" fertig gebaut. Kyra   hatte   sich   gleich   den   Gurt   angezogen   und   war   schon   am   Seil.   Sie   hangelte   sich sehr   schnell   und   geschickt   am   Seil   entlang.   Selbst   unsere   Lehrer   probierten   es   aus   und hatten   es   erfolgreich   geschafft. Alles   hatte   sehr   viel   Spaß   gemacht,   jedoch   sind   zwei   Eier durch   den   Sturz   kaputt   gegangen.   Es   war   schon   sehr   spät,   also   sind   wir   alle   ins   Bett gegangen. Es war ein schöner und erfolgreicher Tag. (Jasmin Schmidt, Anna Paschke, Marie Bräuninger, Zoé Heinemann und Julia Bauer) Hier geht‘s zu ein paar Eindrücken in Bildern.
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